Wissensangebot

 

Arbeitshilfe

Hinweise zum Praxis­einsatz Pädiatrie in Berlin

Ein zentraler Bestandteil der genera­lis­ti­schen Pflege­aus­bildung sind die Praxis­ein­sätze in verschie­denen Pflege­be­reichen, so auch im Bereich der Pädiatrie und der Arbeit mit Kindern und Jugend­lichen.

Die angehenden Pflege­fach­per­sonen sollen in diesem Einsatz schwer­punkt­mäßig folgende Kompe­tenzen erwerben (siehe auch Rahmen­aus­bil­dungsplan Seiten 54-58):

  • Bezie­hungen und Inter­ak­tionen mit Kindern, vom Neuge­bo­renen bis zum jungen Erwach­senen und ihren Bezugs­per­sonen alters­ge­recht zu gestalten,
  • Einschät­zungen der kindlichen Entwicklung, der Eltern-Kind-Inter­aktion, des Gesund­heits­zu­standes und der Selbst­pflege- und Depen­denz­pfle­ge­er­for­der­nisse im inter­pro­fes­sio­nellen Team vorzu­nehmen,
  • die Situation von Kindern und Jugend­lichen im familiären System wahrzu­nehmen.

Die Berliner Pflege­berufe-Ausbil­dungs- und -Prüfungs­ver­ordnung eröffnet die Möglichkeit, gemäß § 2 Absatz 2, den Pädia­trie­einsatz auch in anderen Einrich­tungen als in Einrich­tungen nach § 7 Absatz 1 PflBG durch­zu­führen.

Im Rahmen des CurAP-Projektes wurde eine Handrei­chung veröf­fent­licht, die Praxis­im­pulse für diesen Einsatz gibt. Wenden Sie sich gerne an CurAP, wenn Sie indivi­duelle Unter­stützung bei der inhalt­lichen Planung wünschen.

Unter dem Stichwort Pädiatrie finden Sie im KOPA Wissens­an­gebot weitere Materialien, die bei der Umsetzung unter­stützen.

Folgende Auflistung soll Sie dabei unter­stützen, Einrich­tungen für eine Koope­ration zu gewinnen. Beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • die aufge­lis­teten Einrich­tungen waren vermutlich bisher nicht an der Pflege­aus­bildung beteiligt und beschäf­tigen nicht unbedingt Pflege­fach­per­sonen. Sie müssen also Überzeu­gungs­arbeit leisten, sich zunächst mit den jewei­ligen Schwer­punkten beschäf­tigen und vermitteln, warum Pflege­aus­zu­bil­dende dort wichtige Praxis­er­fah­rungen sammeln können
  • Praxis­ein­sätze können auch bundes­land­über­greifend statt­finden
  • Gerade für Einrich­tungen, die selber nicht in der Pflege ausbilden, ist die Weiter­leitung der Ausgleichs­zahlung für die Praxis­an­leitung gemäß § 34 Absatz 2 Pflege­be­ru­fe­gesetz essen­ziell, um eine quali­tativ hochwertige Ausbildung umzusetzen

Einrich­tungen in Berlin, die für den Pflicht­einsatz geeignet sein können:

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an uns: info@​kopa-​berlin.​de

Hinweisen möchten wir Sie auch auf die Handlungs­emp­feh­lungen und Materialien der Studie Lehr-/Lern-Situa­tionen in den weiteren Lernort­ein­sätzen der Pädiatrie im Kontext der neuen Pflege­aus­bildung: Fallstu­di­en­ba­sierte Handlungs­emp­feh­lungen und Materialien. Diese können sowohl für die Erstellung von Lern- und Arbeits­auf­gaben bzw. Arbeits- und Lernauf­gaben genutzt, als auch als Schwer­punkte zur Unter­richts­ge­staltung und -vorbe­reitung auf den Praxis­einsatz verwendet werden.

Veran­stal­tungs­hinweis: CurAP Workshop – Wie können pädia­trische Einsätze lernför­derlich gestaltet werden am 27.03.2025 von 09:30-15 Uhr (in Präsenz), am 28.04.2025 von 14.00-16.00 Uhr (digital) und am 02.06.2025 von 14.00-16.00 Uhr (digital).

Wenn Sie auch zukünftig auf dem Laufenden bleiben oder wollen oder sich austau­schen möchten, kommen Sie gerne in die digitale Austausch­gruppe zum Praxis­einsatz Pädiatrie. Dort finden Sie auch weitere Hinter­grund­in­for­ma­tionen zu den vorge­schla­genen Lernorten.

Die Berliner Pflege­berufe-Ausbil­dungs- und -Prüfungs­ver­ordnung eröffnet die Möglichkeit, gemäß § 2 Absatz 2, den Pädia­trie­einsatz auch in anderen Einrich­tungen als in Einrich­tungen nach § 7 Absatz 1 PflBG durch­zu­führen.

Diese Einrich­tungen wissen nicht unbedingt, dass sie sich an der Pflege­aus­bildung betei­ligen können. Diese Infor­ma­tionen können hilfreich sein:

Praxis­lernorte für Pflege­aus­zu­bil­dende gesucht!

Seit 2020 lernen Pflege­aus­zu­bil­dende in einer genera­lis­ti­schen Ausbildung, die ihnen die grund­le­genden Kompe­tenzen für die Pflege von Menschen aller Alters­gruppen vermittelt. Dieser neue, ganzheit­liche Ansatz führt zu einem europaweit anerkannten Berufs­ab­schluss und eröffnet spannende Perspek­tiven für die Auszu­bil­denden.

Ein zentraler Bestandteil dieser Ausbildung sind die Praxis­ein­sätze in verschie­denen Pflege­be­reichen, so auch im Bereich der Pädiatrie und der Arbeit mit Kindern und Jugend­lichen. Die angehenden Pflege­fach­per­sonen sollen in diesem Einsatz schwer­punkt­mäßig folgende Kompe­tenzen erwerben:

  • Bezie­hungen und Inter­ak­tionen mit Kindern, vom Neuge­bo­renen bis zum jungen Erwach­senen und ihren Bezugs­per­sonen alters­ge­recht zu gestalten,
  • Einschät­zungen der kindlichen Entwicklung, der Eltern-Kind-Inter­aktion, des Gesund­heits­zu­standes und der Selbst­pflege- und Depen­denz­pfle­ge­er­for­der­nisse im inter­pro­fes­sio­nellen Team vorzu­nehmen,
  • die Situation von Kindern und Jugend­lichen im familiären System wahrzu­nehmen.

In „klassi­schen“ pädia­tri­schen Einrich­tungen, wie beispiels­weise auf Kinder­sta­tionen in Kranken­häusern, sind die Praxis­plätze für Auszu­bil­dende begrenzt. Es gibt jedoch eine Vielzahl an Einrich­tungen und Unter­stüt­zungs­an­ge­boten für Kinder und Jugend­liche, die wertvolle Arbeit leisten und wo die genannten Kompe­tenzen erworben oder vertieft werden können. Hier kommen Sie ins Spiel! Wir suchen engagierte Praxis­lernorte, die bereit sind, Pflege­aus­zu­bil­denden eine Plattform für ihre Entwicklung zu bieten. Die Zusam­men­arbeit mit verschie­denen, manchmal auch ungewöhn­lichen Lernorten ermög­licht den Auszu­bil­denden nicht nur wertvolle Praxis­er­fah­rungen, sondern fördert auch einen Blick über den Tellerrand. Dies kann im späteren Berufs­leben zu einer Verbes­serung der Vernetzung, einer Stärkung des pädia­tri­schen Sektors und zur Fachkräf­te­si­cherung aller betei­ligten Einrich­tungen beitragen.

  • Für den Praxis­einsatz Pädiatrie sind 120 Stunden angesetzt.
  • Die Auszu­bil­denden erhalten weiterhin ihre Ausbil­dungs­ver­gütung und sind versi­chert.
  • Mindestens 12 Stunden müssen durch eine im eigenen Beruf anlei­tungs­be­rech­tigte Person (z.B. Pflege­fach­per­sonen, Medizi­nische Fachan­ge­stellte, Heiler­zie­hungs­pfle­gende, Erzieher: innen, Sozial­pädagog: innen, Sozial­ar­beiter: innen) unter­stützt und angeleitet werden. Diese Zeit wird Ihnen zzgl. Vor- und Nachbe­reitung vergütet. Die restliche Zeit können die Pflege­aus­zu­bil­denden den Arbeits­alltag der weiteren Mitar­bei­tenden begleiten und unter­stützen.

Möchten Sie mehr erfahren? Weitere Infor­ma­tionen zum Ablauf finden Sie hier:

Vermutlich werden Sie zukünftig konkret angefragt, ob Sie Koope­ra­ti­ons­part­nerin bzw. -partner für die Pflege­aus­bildung werden möchten. Lassen Sie sich bei Bedarf gerne durch uns begleiten!

Wir sind durch die Senats­ver­waltung für Wissen­schaft, Gesundheit und Pflege gefördert und unter­stützen Sie kostenfrei und indivi­duell.

Bei KOPA können Sie Ihre Bereit­schaft melden, Praxis­lernort zu werden und alle Fragen rund um die Pflege­aus­bildung, den Ablauf und Ihre Rechte und Pflichten als Praxis­lernort loswerden.

Die praxis­er­fah­renen Mitar­bei­tenden aus dem Projekt CurAP kommen gerne zu Ihnen, um gemeinsam den Praxis­einsatz und die Umsetzung inhaltlich zu planen.

In der Austausch­gruppe Pädiatrie und im Wissens­an­gebot finden Sie weitere Infor­ma­tionen rund um den pädia­tri­schen Pflicht­einsatz.

Barrierefrei?:Ja